Neo und die Melonen

… was für ein Spaß… der kleine Neo liebt Melonen und was liegt da näher als dies in Bildern festzuhalten .. Es war ein so entspanntes Shooting, nur als er die Melone zum Umziehen kurz abgeben musste.. ja, da hat er geschimpft wie ein kleiner Rohrspatz 🙂

 

 

Cake Smash Shooting

.. Ich liebe Kuchenshootings… und wenn von der Torte am Ende kaum noch was übrig bleibt… dann haben wir alles richtig gemacht 🙂

Lönne

Ihr Lieben…

am Sonntag wurde ich zu einem ganz besonderen Einsatz gerufen.. Vor 3 Wochen wusste ich von der Klinik, dass Zwillinge geboren wurden. Dem einen geht es gut, dem Bruder leider nicht. Sie wüssten nicht, wie es sich entwickelt.. wollten uns aber schon mal Bescheid geben.. Der Anruf kam von der Neo Internsiv des UKSH in Kiel.. Ihr Lieben dort.. ihr macht einen so großartigen Job.. 

Mit der Info habe ich erst mal meine Kollegen benachrichtigt.. mehr wusste ich nicht.. war auch erst mal nicht nötig, denn wir organisierten uns für die kommenden Tage..

Als ich einige Tage später zu einem anderen Einsatz in den Kreißsaal gerufen wurde, habe ich danach die Neo besucht und nach dem kleinen Jungen gefragt.. Dort sagte man mir, er wird beatmet. Man weiß noch nicht, wie es weitergeht..

Ohne ihn.. ohne die Eltern zu kennen.. mir blieb dieses Gespräch auf dem Flur noch lange in Erinnerung, denn ich habe mich in das Gefühl der Eltern versetzt.. Wenige Meter neben dem Zimmer lag der gesunde Zwillingsbruder.. Ein Pendeln zwischen Bangen und Hoffen.. zwischen Freude und Glück.. zwischen Verzweiflung und Hilflosigkeit..

5 Tage später war ich leider schon wieder im Kreißsaal.. und wieder habe ich an den kleinen Jungen gedacht.. Ich stand nach meinen Einsatz am Fahrstuhl und als die Tür der Neo gerade aufging sah ich eine liebe Schwester, die schon einige Einsätze auf dieser Station mit mir zusammen begleitet hat. Ich fragte erneut, wie es dem Kleinen geht und sie schüttelte nur mit dem Kopf und sagte traurig.. nicht so gut.. es wird bald entschieden, wann die Geräte abgeschaltet werden.. oh man.. so traurig.. Ich fragte, ob der Bruder auch noch hier ist.. ja.. das ist er, sagte sie…

Die Beiden sind am 19.01. in der 34 SSW geboren und auch er musste natürlich noch versorgt werden.

Ich bat sie, den Eltern vorzuschlagen die beiden Jungs auch zusammen zu fotografieren.. Soforn es mit dem Gesunden möglich ist.. Dann habe ich mich mit einem Kloß im Hals verabschiedet.. Wieder waren meine Gedanken bei den Eltern.. bei dem kleinen Jungen..

Am Sonntag rief mich die Klinik erneut an.. heute sollte es soweit sein.. die Geräte werden abgeschaltet und die Eltern wünschen sich auch Bilder mit Beiden zusammen.. Ich hatte ja schon mal berichtet, dass dieses „Warten“ ganz schlimm ist.. zu wissen, dass der Anruf kommt.. aber nicht wann.. Es ist was anderes, wenn ein Alarm eingeht, man entscheidet, ob man los kann und direkt fährt. Keine Zeit zum Überlegen. Tasche packen.. los…

Ich habe auch meine Tasche gepackt.. aber ganz in Ruhe.. habe drei Herzen rausgesucht.. nicht zwei.. denn der kleine gesunde Bruder sollte auch für später ein Herz haben.. Eines für die Eltern.. eines für den kleinen Lönne.. nun wusste ich auch seinen Namen.. Lönne.. was für ein schöner Name..

Die Tasche stand im Flur und ich habe gewartet.. es war um die Mittagszeit.. die Eltern waren nun da.. immer wieder kreisten meine Gedanken um den bevorstehenden Einsatz. … der Bruder darf mit auf die Bilder.. mein erster Einsatz mit Zwillingen, wo es einer geschafft hat.. und der andere die Kraft nicht hatte.. Ich hatte keine Sorge, was das Fotografieren angeht.. Ich habe hier bei mir zu Hause schon einige Zwillinge fotografiert.. aber die Emotionen, die dran hingen.. ihr Lieben.. ihr könnt euch sicher vorstellen, wie ich mich gefühlt habe..

Am frühen Abend dann der Anruf: um17.30 Uhr kann ich in der Klink sein.. der kleine Lönne ist eingeschlafen.. er wird nun noch gewaschen.. angezogen.. ich kann mich langsam auf den Weg machen..

In der Klinik angekommen musste ich noch einige Minuten warten, bis ich in das Zimmer der Familie durfte..

Ganz lieb begrüßte mich die Mama und die Oma des kleinen Lönne. Sie standen beide am Bettchen und schauten den so hübschen Jungen an.. Sie lächelten mich an.. eine ganz besondere Stimmung im Raum.. Ich streichelte ihn.. und sagte glaub ich sowas wie: ach Kleiner.. was machst du denn für Sachen.. ich weiß es nicht mehr genau.. die Mama erzählte mir kurz, was passiert ist

Bei einem ganz normalen Routine Ultraschall wurde vermutet, dass Lönne unter Blutarmut leidet. Die Beiden wurden sofort auf die Welt geholt. Doch, schreibt die Mama, es kam alles anders.. Lönne hat bereits im Mutterleib einen schweren Hirnschaden erlitten.. durch Sauerstoffmangel.. Wann und wieso.. das weiß keiner.. Diese Frage wird wohl immer offen bleiben…

Ich fragte die Mama: Er ist friedlich eingeschlafen oder? .. Ja, sagte sie.. ganz, ganz friedlich.. denn so sah er auch aus.. wie schlafend.. so wunderhübsch..

Dann betrat der Papa, mit einem kleinen Bündel Mensch auf dem Arm, den Raum.. Linus.. der gesunde Bruder.. Ich begrüßte den Papa, sah Linus an uns sagte.. die Beiden sehen sich aber ähnlich.. Ja, sagte die Mama.. sie sind eineiig.. und schon wieder hatte ich einen riesen Kloß in meinem Hals.. nicht, dass es die Situation noch schlimmer gemacht hätte.. nein.. das macht keinen Unterschied.. aber ich dachte an den gesunden Bruder.. an später.. an dieses unsichtbare Band, welches die Beiden noch stärker als andere Zwillinge verbindet..

In der Klinik fiel es mir nicht sofort auf.. aber beim Bearbeiten der Bilder.. die Haare.. der Verlauf.. 100%ig gleich.. eineiig halt.. Lönne hat durch die Situation der vergangenen zwei Wochen Wassereinlagerungen, die auch im Gesicht erkennbar waren. Dadurch wirkte er kräftiger als sein Bruder.. und trotzdem.. eine Schnute die Beiden..

Ich sagte den Eltern, dass ich nun anfange zu fotografieren.. dass ich sie mit einbeziehen werde.. dass sie mir sagen sollen, wenn sie irgendwas nicht möchten.. oder sich ganz bestimmte Bilder wünschen.. ja.. die beiden auch zusammen.. so gerne erfüllte ich ihnen auch diesen Wunsch..

Ich begann, Lönne alleine zu fotografieren.. gab die Herzen und erklärte ihnen die Bedeutung.. Die Eltern und die Oma waren sehr gerüht.. Welch schöne Idee sagte die Oma.. ja.. das ist sie .. und ich möchte mich hier nochmal von ganzem Herzen bei allen bedanken, die diese Herzen für uns gefertigt haben.. ihr macht genau diese Gefühle möglich .. und helft so den Eltern, die wissen… eines der Herzen ist für immer bei ihrem Sternenkind.

Ich bezog die Eltern mit ein.. fotografiere die Hände mit Lönnes Hand.. wie sie sanft ihre Hände auf sein Köpfchen legten.. schützend.. über ihn.. so ein rührendes Bild..

Dann legten wir Lönne ganz sanft auf die Matratze .. Vorsichtig nahm ich dem Papa den kleinen Linus ab und in dem Moment wo ich ihn neben Lönne gelegt habe.. ich bekomme gerade wieder am ganzen Körper Gänsehaut.. in dem Moment hat Linus uns sein Engelslächeln gezeigt.. ganz lang.. dass ich es noch geschafft habe, schnell meine Kamera zu schnappen und ein leichtes Grinsen einfangen konnte..

Ihr Lieben.. die beiden waren 34 Wochen zusammen im Bauch und nun nach der Geburt das erste Mal wieder zusammen.. ganz dicht.. und ich glaube Linus wollte Lönne zeigen.. alles wird gut.. Ich weiß, dass es dir gut geht, da wo du nun bist..

.. das erste Mal zusammen… das letzte Mal zusammen..

.. ich brauchte etwas.. bis ich das für mich klar hatte.. auch zu Hause habe ich da immer wieder dran gedacht.. ein unsichtbares Band.. welches Beide verbindet.. er hat gelächelt.. sah so zufrieden aus.. das werde ich nie vergessen…

.. wisst ihr.. ich bin so dankbar für meine Aufgabe, die ich machen darf.. ja.. es ist schwer.. die Gefühle der Eltern.. der Familie.. ich trage viele, viele Einsätze immer noch mit mir.. aber ohne Schmerz.. Denn ich habe die ganz besondere Ehre, dass ich die kleinen Sternchen kennenlernen darf.. und oft bin ich – neben den Eltern und dem Krankenhauspersonal – die einzige, die dieses kleine Kind sehen.. es kennenlernen.. ihm eine gute Reise wünschen darf.. Ich weißt nicht, ob das nachvollziehbar ist.. Es ist schon was ganz Besonderes.. Immer getragen von dem Gedanken, den Eltern diese für sie so wertvollen Erinnerungen zu schenken..

.. er hat gelächelt.. was für ein Moment.. ein Tränchen steigt auf, wenn ich daran denke..

Ich fotografiere die Zwei zusammen, bis ich dann Linus wieder in den Arm des Papas gelegt habe.. und Lönne in den Arm der Mama…

Schwer fiel mir der Abschied.. und ich wusste.. daran werde ich noch sehr lange denken..

Die Mama berichtete mir, dass sie immer meine Berichte gelesen hat.. und nie gedacht hat, selbst mal in so eine Situation zu kommen.. Sie erlaube mir, von diesem für mich so besonderen Einsatz zu berichten.. um aufzuklären.. um bekannt zu machen, dass es uns gibt.. uns ehrenamtliche Fotografen von Dein Sternenkind.

Linus darf mittlerweile bei seinen lieben Eltern zu Hause sein.. und bei seinen Geschwistern.. und heute habe ich die Bilder zur Post gebracht.. mit dem Büchlein „Lilli ist ein Sternenkind“.. das so viele von euch gespendet haben.. Ich danke euch so sehr dafür.. es wird den großen Geschwisterkindern helfen zu verstehen, was passiert ist.. wenn vielleicht den Eltern auch manchmal die Worte fehlen.. wissen sie dann, dass es ok ist, wenn Mama und Papa traurig sind und auch weinen müssen.

Ich Lieben.. ihr kennt das und ich bin euch so unendlich dankbar.. denn nur durch euch wissen so viele von uns.. Teilt diesen Beitrag fleißig.. ruft beim Teilen eure Freunde auf, dies auch zu tun.. bis auch der letzte weiß, dass es uns gibt.. und uns anfordern darf, wenn das Unvorstellbare passiert..

Ich danke euch…

 

 

Homestory Vincent und Victoria

Heute durfte ich meine erste Homestory fotografieren. Die Familie hat es mir wirklich sehr, sehr leicht gemacht.. Es war ein toller Vormittag, an den ich noch lange zurück denken werde..

    

Moments 5

Ihr Lieben..

Ich bedanke mich von ganzen Herzen bei euch für ein tolles Jahr 2017. Wieder durfte ich so liebe Familien kennenlernen und ein kleines Stück an ihrem Leben teilhaben.. In zweierlei Hinsicht.. in zwei völlig verschiedenen Gefühlswelten.. Die Neugeborenen, die mich mit ihren lieben Eltern besucht haben.. und manchmal auch wenige Monate später, wenn die Babys schon sitzen können.. hach.. ich liebe es, die Kinder auf ihrem Lebensweg zu begleiten.. und dann die kleinen Sternenkinder.. die ich auch begleiten darf.. die ich auch kennenlernen durfte…

All das wäre aber nicht möglich ohne die Unterstützung meiner Familie.. die alles mit trägt.. die mich ziehen lässt, wenn ein Sternchen ruft, obwohl wir gerade etwas gemeinsam machen.. Danke an den besten Ehemann der Welt.. – ohne dich … nicht vorstellbar … <3 Danke an meinen Sohn, der auch immer da ist, wenn ich ihn brauche.. an meine Eltern, die mir jegliche Unterstützung geben.. danke an meine Freude, die es verstehen wenn ich mich mal eine zeitlang nicht melde, weil mir einfach die Zeit fehlt.. und danke an meine liebe Kollegen, die immer ein offenes Ohr nach oder auch vor Einsätzen haben.. und Danke an Viola Schnittger (www.viola-schnittger.de) und Sergey Rotach für das tolle Lied..

Danke an all meine liebe Kunden.. ich freue mich auf ein spannendes Jahr 2018.. es wird für mich einige Veränderungen geben.. …eine sehr spannende Zeit..

Ich wünsche euch von Herzen alles erdenklich Gute und freue mich schon jetzt auf unser nächstes Wiedersehen.
Eure Tanja

Paulina

„ Wir müssen unsere kleine Paulina gehen lassen und ich wollte dich fragen, ob du Aufnahmen von uns machen würdest, wenn Paulina geboren wird. Wir wissen nicht genau wann ihr Herz aufhören wird zu schlagen.“

Diesen Satz las ich am 01.02. dieses Jahres als ich mich gerade mit meinen lieben Sternenkindfotografen zum Austausch in einem Restaurant treffen wollte. Ich blieb vor dem Lokal stehen und las die Mail noch mal.. Nur zwei Sätze.. aber wie schwer muss es der Mama gefallen sein, diese zu schreiben..

Ich erzählte gleich meinen Kollegen von dem uns bevorstehenden Einsatz.. Zu dem Zeitpunkt war die Mama in der SSW 24+3.

In den nächsten drei Tagen habe ich jeden Tag mit der lieben Mama geschrieben.. am 04.02. las ich, dass Paulina immer schwächer wird.. so schwer auch für mich diese Zeilen zu lesen.. und unvorstellbar, wie diese Zeit für die Eltern ist.. zu hoffen, Bewegungen zu spüren.. die Angst, wenn es ruhiger ist.. ruhiger wird… Wir hielten uns bereit.. wir alle … jederzeit losfahren zu können..

Was war passiert?

Bei einer Routineuntersuchung in der 23 SSW stellte die Frauenärztin fest, dass Paulina seit drei Wochen nicht mehr gewachsen ist… zudem sieht man nur noch sehr wenig Fruchtwasser. Eine weitere Untersuchung im UKSH steht fest: Ihr geht es gar nicht gut, die Eltern müssen jeden Moment damit rechnen, dass ihre Tochter im Bauch einschläft. Fassungslosigkeit – die Mama schreibt mir, dass sie sich zu dem Zeitpunkt in einer Grauzone bewegten. Paulina ist in der 23.SSW und wiegt unter 500g. Kommt sie nun zur Welt, werden keine lebenserhaltenen Maßnahmen eingeleitet.

Zu Hause angekommen haben die Eltern ihre Familien angerufen und ihnen gesagt, dass Paulina wahrscheinlich sehr bald im Bauch einschlafen wird. Ja. Paulina. Jetzt verraten sie den Namen, denn Paulina soll nicht bloß das Baby sein, dass Tot zur Welt kommen wird. Sie soll ihren Namen tragen.

Die Mama schreibt mir: „Wir planen alles für den Fall das Paulina tot zur Welt kommt…als erstes kontaktieren wir dich, Tanja. Ich weiß wie wichtig mir ihre Bilder sein werden denn Bilder bleiben für immer und halten diesen viel zu kurzen Moment fest.

Eine Woche später die nächste Untersuchung…das Herz schlägt noch aber die Situation ist noch schlechter.. es soll nur noch eine Frage der Zeit sein bis „es“ passiert. Mir wird angeboten die Schwangerschaft abzubrechen. Das kann ich nicht. Paulina soll selbst entscheiden wann es soweit ist und in Würde bei uns sterben. Nicht auf dem Geburtsweg und nicht in den Armen eines Mediziners. Wir entscheiden uns für „abwartendes Verhalten“ und fahren nach Hause.“

Vom Zeitpunkt der ersten Kontakte hatte ich drei Wochen nichts von der Mama gehört, war aber immer in Gedanken bei der kleinen Familie und dann habe ich mich getraut, sie nochmal anzuschreiben und zu fragen, wie es der kleinen Paulina geht.. es sei bisher alles unverändert.. ihr kleines Herz schlägt und schlägt.. berichtet sie mir… sie bleibt länger, als die Ärzte es vermutet haben.. schrieb die Mama.. das waren gute Nachrichten..

Die Mama erzählt weiter: Zu Hause wurden die Eltern von der Hebamme weiter betreut.. „Wir können sie jederzeit anrufen wenn wir das Gefühl haben dass Paulina eingeschlafen ist.“ .. Zwischendurch hatte die Mama immer wieder das Gefühl keine Kindsbewegungen mehr zu spüren.. Ihr Lieben.. ich glaube, diese Gefühle kann man nicht annähernd erahnen, wenn man das nicht durchlebt hat.. Das Wissen, dass das Baby im Bauch sterben wird.. man weiß nicht wann.. dann spürt man nichts mehr.. ich finde dafür keine Worte L

Die Mama: „Wir planen weiter für den Fall der Fälle.. wer kann schon so lange den Tod des eigenen Kindes planen.. die meisten Paare kommen plötzlich und unerwartet in diese Situation ein Sternenkind zur Welt bringen zu müssen.. wir sprechen mit der Klinikpastorin, Nils baut ein „Kistchen“ (ich mag nicht Sarg sagen)“

5 Wochen später schlägt Paulinas Herz noch immer.

Eine weitere Untersuchung im Klinikum: „Die Diagnosen sind niederschmetternd und mir wird wieder angeboten die Schwangerschaft zu beenden aber wir wollen das gemeinsam mit Paulina durchstehen und uns nie fragen müsssen wie und wann das sonst zu Ende gegangen wäre. Wir fahren nach Hause. Herztonkontrollen. Sie bleibt, sie kämpft.

Inzwischen ist die Schwangerschaft so doll fortgeschritten dass man handeln muss, wenn die Geburt aus irgendeinem Grund losgeht und Paulina lebend zur Welt kommt.“

Einige Tage später eine erneute Untersuchung. „Wir haben nichts mehr zu verlieren. Die Ärztin bietet uns die Fruchtwasserauffüllung an.. Wir beide schauen uns an und es ist so unfassbar…seit 8Wochen laufen wir mit dem Gedanken rum, dass unser Baby einschlafen wird und nun kann es vielleicht doch in die andere Richtung gehen.. wir trauen uns nicht zu positiv zu denken.“

Zwei Tage später betraten die Eltern das Krankenhaus. Mit Still-BH und Sarg im Koffer. Keiner konnte sagen, wie es ausgehen wird.

Zielgenau und hochkonzentriert punktiert die Ärztin Paulinas Fruchthöhle…es hätte fast nicht geklappt und aufgrund des wenigen Fruchtwassers war es medizinisches Geschick dass sie das geeignete Fruchtwasserdepot traf.. unter Sectiobereitschaft wurde Paulina Sprite für Spritze NaCl zugefügt…8 Spritzen glaube ich.. danach ein Kontrollultraschall…es war sooo ergreifend.. denn Paulina find direkt an das Fruchtwasser zu schlucken, machte Blubberbläschen und sie bewegte sich wieder…und ich hatte einen mini Schwangerschaftsbauch dank des NaCls…so vergingen 2,5 Wochen im Krankenhaus..2x tägl. CTG-Kontrollen, tägliche Dopplerkontrollen..ich war unter Spannung denn wir hätte jeden Moment auf dem OP Tisch landen können.. ich hatte Angst vor dem Moment.. keiner wusste, wie das hier ausgehen wird.. der Oberarzt der Kinderärzte nannte Paulina eine Blackbox.. man wisse nicht was sie tut und kann, wenn sie zur Welt kommt und ob man sie versorgen kann.. aber sie hätte eine reelle Chance verdient. 2 x wurde Fruchtwasser aufgefüllt.

Hoffnung.

Alles wurde in die Wege geleitet. In der 34 SSW sollte Paulina nun auf die Welt geholt werden. Die Mama schreibt: Wir informierten Tanja, die seit Wochen in den Startlöchern stand.. es tat gut zu wissen dass sie oder einer ihrer Kollegen für den Fall der Fälle da sein wird.

Ihr Lieben.. ich lese jetzt gerade den Chatverlauf, den ich dann am 03.04. mit der Mama hatte..

„Unsere Paulina wird heute per Kaiserschnitt auf die Welt geholt. Falls sie es nicht schafft, melden wir uns wegen der Fotos.“

Ich schrieb der Mama, dass ich mich bereit halte und jederzeit losfahren kann… das ich ihnen ganz dolle die Daumen drücke und ihnen ganz viel Kraft wünsche.

„Kurz vor dem Kaiserschnitt überkam mich plötzlich ein innerer Frieden.. ich hatte das Gefühl das ganz vielleicht alles gut werden kann. Aber ich wusste genau dass Paulina vielleicht versterben wird während ich noch operiert werde. Es ging los, ich blieb ganz ruhig…für unsere Paulina…ganz ruhig…ICH WOLLTE DASS SIE IN LIEBE GEBOREN WIRD.. es war ganz ruhig bis wir hörten „hier gestikuliert schon jemand“ und dann hörten wir drei Schreie.. Paulina… da ist sie.. uns liefen die Tränen.. wir schauten rüber zur Reanimationseinheit auf der Paulina von den Kinderärzten versorgt wurde.. jeder Moment war so kostbar.. sie konnten anscheinend etwas für sie tun…wir sagten immer wieder „jetzt lebt sie schon 3 Minuten, jetzt 5, jetzt 8, jetzt 10“ und dann kam man mit ihr auf mich zu.. ich dachte „oh mein Gott muss ich mich jetzt verabschieden?“ aber nein…es sah erst mal soweit ok aus, dass sie mit auf die Neugeborenen Intensivstation genommen werden konnte und sie wurde mir gereicht, damit ich ihr einen Abschiedskuss geben konnte.. es war unfassbar, sie hat es auf die Station geschafft (wir hatten uns die Station vorher angesehen und wussten nicht ob sie es überhaupt bis dahin schafft und es war ein Geschenk für uns dass sie es geschafft hat). Ich pumpte die erste Muttermilch ab (natürlich kam noch nichts) ..es war mir wichtig, das in die Gänge zu bringen und wenn ich die Milch zum Grab getragen hätte..

Ich wusste von all dem natürlich nichts, war aber die ganze Zeit in Gedanken bei den lieben Eltern und der kleinen Kämpferin.. Den ganzen Nachmittag stand das Telefon still und am späten Abend dann die SMS… eine SMS mit nur zwei Worten:

Sie lebt <3

Paulina ist mit 615g auf die Welt gekommen.

Ein Wunder.

In den kommenden Wochen habe ich hin und wieder Kontakt zu der Mama gesucht, weil mich Paulinas Geschichte so sehr begleitet hat.. und jedes Mal, wenn ich ein neues Foto bei whatsApp gesehen habe, dachte ich: wow.. so groß ist sie schon.. ich habe mich so sehr mit den Eltern gefreut..

Und dann.. am Weltfrühgeborenen Tag stand die kleine Familie auf einmal vor mir. Die Mama wandte sich zum Papa: Das ist die Fotografin, die die Fotos gemacht hätte.. Ich sprach Paulina an und sie schenke mir ein Lächeln.. Ihr Lieben.. ihr glaubt gar nicht, wie berührt ich war..

Und diese Woche.. diese Woche hat mich Paulina im Studio besucht.. seht sie euch an.. Ich bin schockverliebt <3 <3 <3

… die Mama möchte mit ihrer Geschichte anderen Eltern Mut und Hoffnung geben… Keiner von den Ärzten hatte diese Hoffnung… es schien aussichtslos.. aber die Eltern hatten den Mut Paulina entscheiden zu lassen.. und die Kleinen hat es allen gezeigt…

Als wir nach dem Shooting im Flur standen sagte die Mama mir, es war ein ganz komisches Gefühl zu mir zu fahren.. Das wir uns an einem „Fototermin“ kennenlernen würden war für die Mama klar.. aber das es „so ein“ Fototermin wird.. ein Termin wo Paulina lacht.. und fröhlich ist.. und lebt… die Gefühle kamen auf der Fahrt nochmal stark hervor..

Heute ist Paulina knapp 8 Monate alt und ein aufgewecktes, fröhliches und super süßes kleines Mädchen <3

Danke ihr Lieben, dass ich die für mich so besonders schöne Geschichte erzählen darf…

Ich weiß nicht, wie es euch geht.. aber ich bin so voller Dankbarkeit und ich bin so glücklich, dass es diese kleine und so liebe Familie geschafft hat..

Danke für’s Lesen..

Bitte teilt diesen Beitrag fleißig.. er soll anderen Eltern Mut machen.. und er soll aber auch aufklären.. dass wir das sind.. wenn wir gebraucht werden.. dass Eltern uns bitte, bitte ansprechen.. auch bei Fragen … wir von Dein Sternenkind – wir Kieler Fotografen –  sind für euch da <3

Paulina:
😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍 😍

 

 

Bauchshooting am See

Habt ihr Lust auf ein Babybauch Shooting in der Natur? Dann meldet euch gerne bei mir.. Bei uns im Norden ist das Wetter ja manchmal… na ja… 🙂 So auch bei diesem Shooting hier.. Vormittags haben wir verschoben.. Mittags dann kurzfristig doch für den Tag geplant, denn auf einmal schien unerwartet die Sonne und der Himmel riss auf.. Zu der verabredeten Shootingzeit kamen dann die Wolken wieder.. und wenige kleine Regentropfen fielen vom Himmel.. davon haben wir uns aber nicht abhalten lassen und sagt mal ehrlich: Auf den Bildern sieht man dieses „Schmuddelwetter“ nicht oder? So ein süßes Paar diese Beiden.. Ich freue mich schon darauf, euch ganz bald zu dritt begrüßen zu dürfen…

 

DER KLEINE KÄMPFER JOHANNES

Johannes Geschichte:

Ich wurde am 26.12.16 mit Fruchtblasensprung und geöffnetem Muttermund bei 22 +1 SSW ins UKSH Kiel eingeliefert. Die Ärzte gaben Johannes zu der Zeit keine Überlebenschance. Die Gefahr von vorzeitigen Wehen und Infektionen war sehr groß. Mit viel Bettruhe und Antibiotika schafften wir es bis zum 02.02.17 sprich bis 27+4 SSW. Am Abend des 1.2.17 bekam ich Wehen die trotz Wehenhemmer nicht mehr gestoppt werden konnten. Johannes drehte sich nochmal und wurde dann um 5.56 Uhr per Kaiserschnitt am 02.02.17 geholt. Bei seiner Geburt wog er 990 Gramm und hatte 35 cm Körperlänge sowie einen Kopfumfang von 24 cm. Er kam direkt auf die Neonatologie Intensivstation und blieb dort bis zum 17.3. und kam dann auf die Säuglingsstation. Er lernte dort in der ganzen Zeit ohne Atemhilfe Atmen, seine Körpertemperatur zu halten und das alleinige Trinken seiner Nahrung. Natürlich musste er noch viele weitere Dinge meistern. Aber das sprengt den Rahmen 😉 Am 13.4.17 rechtzeitig zu Ostern dürften wir den kleinen Mann mit 2922 Gramm und 44 cm mit nach Hause nehmen 😍

…und am 21.04. durfte ich diesen kleinen Kämpfer kennenlernen.. er hat das gesamte Shooting verschlafen und war tiefenentspannt.. Johannes hat so tolle Eltern – ich danke euch ihr Lieben, dass ihr mich besucht habt..

Moments 4

Ihr Lieben..

 

Das Jahr 2016 neigt sich so langsam dem Ende und mir gehen viele Gedanken durch den Kopf…

 

Dieses Jahr war von so vielen Glückmomenten geprägt… und immer wieder durchzogen von Traurigkeit… die Glücksmomente, wenn ihr lieben Eltern mich mit euren kleinen Babys besucht habt… ihr zugesehen habt, wie toll sie das Shooting gemeistert haben.. euch so sehr über eure Bilder gefreut habt… Eure lieben Rückmeldungen mit denen ihr mir immer wieder zeigt, dass ich euch so wundervolle Erinnerungen schaffen konnte.. … und die schönen Moment, wenn ich die Kinder sehen und fotografieren darf, wenn sie schon herangewachsen sind.. ihre ersten Worte sprechen und in diesem Jahr hat ein Kind seine ersten Schritte vor meiner Kamera gemacht… Welch’ Glücksmoment.. J

 

… dann sind da noch die „anderen“ Momente… die Momente, wenn das Telefon klingelt und ich schon an der Nummer erkennen kann, was mich … was uns erwartet… Mit meinen lieben Kolleginnen Silke und Rea von Dein Sternenkind haben wir in diesem Jahr insgesamt 33 Eltern Erinnerungen geschenkt… Erinnerungen an ihr Sternenkind… Diese Zahl ist so enorm hoch und alleine in der erste Dezemberhälfte waren wir 8 mal los… Zu dieser Jahreszeit, in der eng zusammen gerückt wird… wo man mit seinen Lieben Zeit verbringt.. und gerade jetzt muss ich so sehr an diese Familien denken.. Ich wünsche euch ganz, ganz viel Kraft.. ich habe euch so verdammt stark kennengelernt.. ich weiß, ihr werdet es schaffen… Ich denke an euch …

 

Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, mich als allererstes bei meinem Mann zu bedanken.. der es noch immer mit Fassung erträgt, wenn ich meiner großen Leidenschaft nachgehe.. der höchstens eine Augenbraue hochzieht, wenn der Postbote schon wieder ein Päckchen bringt und der mir den Rücken frei hält und mich bei allem unterstützt.. Danke Schatz.. <3 <3 Auch meinem Sohn danke ich, der immer wieder (halbfreiwillig, dann aber doch mit Spaß) mit an den See kommt um mich bei den Outdoor Shootings zu unterstützen und auch bei meiner Mama, die so oft einspringt und sich um unseren Hund kümmert, wenn ich arbeite.. Ihr seid die Besten und ich wüsste nicht, was ich ohne euch tun sollte…

 

Auch dir liebe Kati danke ich für die wundervollen Sachen, die du immer wieder zauberst.. Ich weiß, du steckst da deine ganze Leidenschaft rein..

 

Das wunderschön gesungenen Lied ist von meiner lieben Freundin Viola.. Ich danke auch dir, dass du mir auch in diesem Jahr eines deiner Lieder für mein Video zur Verfügung stellst..

 

… und ich danke euch.. ihr lieben Eltern.. für das Vertrauen, welches ihr mir entgegen bringt.. egal in welcher Situation wir uns kennengelernt haben… Ich bin so vielen tollen Menschen begegnet… und ich freue mich so sehr auf das kommende Jahr und auf euch…

 

Danke

 

Eure Tanja

JOYCE UND ARNE

Welch ein Glück hatten ihr bei diesen kalten, regnerischen Tagen einen sonnigen und warmen Tag zu erwischen um euch das JA Wort zu geben… Ihr Lieben.. Ich wünsche euch alles Glück dieser Welt.. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen zu Dritt 🙂

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